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wir
haben
uns
getrennt

Und verstehen uns besser. Viel besser.

Und mir geht es gut.
Obwohl es mir die ersten Tage so verdammt dreckig ging, dass ich nicht wusste, ob es überhaupt so weitergehen kann. Es kann weitergehen. Mir geht es gut.

Und ich habe meine wiedererlangte Freiheit schon genutzt. Ohne schlechtes Gewissen. Und mir geht es gut.

Ich sehe ihn, wie haben wieder mehr Kontakt. Mir geht es gut.

Bald wollen wir über die Trennung und alles reden. Und wie es weitergeht. Weil wir beide denken, dass es noch was werden könnte. Wir müssten uns nur ändern. Beide. Das Problem ist nur, dass ich nicht weiß, ob ich das will. Ob ich diese Beziehung wieder will.

Frei sein fühlt sich gut an. Und ich glaube, dass ist das, was ich jetzt brauche.

Bald fahr ich weg. In den Urlaub. Kopf freikriegen, einfach entspannen, weg von allem. Und dann werde ich mich mit allem konfrontieren. Und ich hoffe, dass mein Plan in der Zwischenzeit nicht über den Haufen geworfen wird.

Mir geht es gut. Erstaunlich gut. Nach so langer Zeit wieder.

4.10.07 23:52


Wir treffen uns zufällig in der Stadt. Welch Zufall. Man könnte fast schon meinen, dass ich dich verfolge. Oder dass ich mir so sehr wünsche, dich zu sehen, dass es tatsächlich wahr wird. Aber diesmal war es wirklich ein Zufall. Diesmal. Ich bin nicht mit dem Auto zu dir gefahren, um ganz langsam an deinem Haus vorbei zu fahren und dann wieder zurück zu fahren. Nur um dir irgendwie näher sein zu können. Ich habe nicht fast angefangen zu heulen, weil ich dich so vermisst habe. Nein, diesmal nicht.
Es hat sich etwas verändert. Doch.
Ich brauche dich.
Ich brauche dich mehr als jemals zuvor.
Ja, es hat sich was verändert.
Ich bin wieder abhängig.
19.9.07 17:18


Und was hat sich im Endeffekt verändert?
Nichts.
Wir haben miteineinander geredet.
Saßen in diesem Schnellimbiss, im obersten Geschoss,  ich schaute aus dem Fenster, konnte weit über die Stadt schauen, tat gutgelaunt und musste meine Tränen zurückhalten. Du hast meine Hand gehalten und ich wollte etwas sagen, etwas von Bedeutung und ich habe meinen Mund nicht aufgekriegt. Und du hast mir noch nichtmal Vorwürfe gemacht. Dann gingen wir raus, saßen da. Ich rauchte die ganze Zeit und kriegte meinen Mund immer noch nicht auf. Und irgendwann sagtest du, dass du los müsstest. Und ich sagte 'Ja, klar.' Lächeln. Und irgendwie schien alles wieder gut. Und doch ist jetzt nichts gut, nichts. Nichts. Alles ist wie früher, wenn nicht noch schlimmer. Ich brauche dich und du weißt, dass es mir momentan schlecht geht. Und anstatt jetzt bei mir zu sein, bist du irgendwo. Anstatt lieb zu mir zu sein, beachtest du mich entweder nicht oder du bist einfach das Arschloch. Sag mir nicht, dass du nicht damit umgehen kannst.
Sag mir nicht, dass du nicht mit dem umgehen kannst, was ich von mir zeige. Dann würde ich nämlich gerne wissen, wie du damit umgehen würdest, wenn ich dir sagen würde, wie es mir wirklich geht.

17.9.07 16:34


Ich klammere mich an jede Berührung, an jeden Blick, an jeden Kuss, an jedes Lächeln. Ich klammere mich dran und ich habe Angst loszulassen, Angst zu fallen, Angst allein zu sein.

Dabei stand mein Entschluss fest. Ich gehe zu ihm und beende es, ein für alle Mal. Ich sage ihm, dass ich so nicht mehr weitermachen kann, dass ich nicht von Hoffnungsschimmer zu Hoffnungsschimmer springen kann, ohne irgendwo zu landen. Dass ich es nicht mehr aushalte, so wie es jetzt ist. Dass mich das kaputt macht. Das wollte ich sagen. Und ich war überzeugt davon, dass ich es tun werde, dass es das richtige ist, dass das sein muss und dass ich es irgendwie schaffen werde. Das war die Zeit, in der wir uns nicht gesehen haben. In dem mir bewusst war, wie falsch das alles ist. Wie wenig ich das von ihm bekomme, was ich will. Wie wenig ich mich geliebt fühle. Wie sehr ich es brauche, dass da jemand ist. Dass jemand da ist, der immer da ist. Jemand der mir das sagt, was ich hören will. Jemand, der mir Mut macht. Und nicht er, der die Augen vor allem verschließt. Der mich nicht braucht. Der nur da sein kann, wenn alles gut ist. Und dann auch nicht richtig.

Und dann war er auf einmal wieder da. Und alles war wieder durcheinander. Und jetzt ist alles noch mehr durcheinander. Mein Kopf ist ein einziges großes Durcheinander und ich weiß immer noch, dass ich so nicht mehr kann. Aber ich klammere mich an Augenblicke, in denen ich denke, dass es doch klappen könnte, dass wir es schaffen könnten, dass wir einfach nochmal neu anfangen könnten.

Meine Freunde fragen 'Warum?' Ich weiß es nicht. 'Liebst du ihn?' Nein. Ja. Ich weiß es nicht. Ich liebe die Person, die er nicht ist. Die, die ich mir wünsche und die ich manchmal für einige Sekunden in ihm sehe. Und schöpfe Hoffnung daraus. Für uns, für die Zukunft. Und das gibt mir Kraft, so weiter zu machen. Für kurze Zeit.

Dabei geht das nicht. Nicht mehr. Ich habe einfach zu viel kaputt gemacht. Auf der Suche nach Zuwendung, Geborgenheit, vielleicht sogar Liebe, wobei ich die gar nicht mehr erwarte. Wenn auch nur für einen Abend, für eine Nacht, einfach nur für das In-den-Arm-genommen-werden. In fremden Armen, in fremden Betten, immer und immer wieder. Immer und immer gesagt bekommen, dass ich liebenswürdig bin, um es mir selber zu beweisen. Merken, dass andere Männer etwas an mir finden, dass sie mich nicht nur für eine Nacht wollen. Dass sie sich in mich verlieben. Sich immer wieder melden. Und ich breche den Kontakt ab, immer und immer wieder. Aus schlechtem Gewissen. aber wahrscheinlich vor allem aus dem Wunsch heraus, dass alles wieder gut werden könnte. Mit ihm. Weil ich ihn doch brauche. Ihn. Nicht die ganzen anderen, von denen einige tatsächlich verrückt nach mir sind, die mir zeigen, dass sie eine Beziehung mit mir wollen, eine Zukunft, alles. Bei denen ich weiß, dass mir eine Beziehung mit ihnen viel besser tun würde, als diese Beziehung mit ihm. Mit ihm, von dem nichts zurückkommt. Der emotional total kalt bleibt. Aber ich will sie nicht. Ich will ihn. Ihn, anders. Ich will ein 'Ich liebe dich hören'. Ich will fühlen, dass es echt ist.

Jetzt ist es zu spät. Jetzt bin ich diejenige, die alles kaputt gemacht hat. Und er weiß es nicht. Aber ich, ich weiß es und ich halte es mir jeden Tag vor Augen.

Schlampe Schlampe Schlampe Schlampe Schlampe Schlampe

Ich werde mit ihm reden. Und ich ahne, dass ich wieder einmal versuchen werde, alles gerade zu biegen, anstatt diese Beziehung zu beenden, die mich kaputt macht.

Und dann werde ich mich weiter an Augenblicke klammern und mich für kurze Zeit glücklich fühlen. Und vielleicht sogar geliebt.

10.9.07 16:48


Fried

Erich Fried ist einfach wunderbar.

Aufhebung

Sein Unglück
ausatmen können

tief ausatmen
so daß man wieder
einatmen kann

Und vielleicht auch sein Unglück
sagen können
in Worten
in wirklichen Worten
die zusammenhängen
und Sinn haben
und die man selbst noch
verstehen kann
und die vielleicht sogar
irgendwer sonst versteht
oder verstehen könnte

Und weinen können

Das wäre schon
fast wieder
Glück

Erich Fried

Nur ein kleiner Auszug. Und die Gedichte sind alle so wunderbar.
Melancholisch.

 

11.8.07 23:20


Es gibt ziemlich viele Sachen, - Gedanken und Gefühle - die ich einfach nicht so formulieren kann, wie ich es will. Ich könnte so viel schreiben, so viel reden, aber ich kann es einfach nicht.
Es ist nicht so, dass es mir schlecht geht. Es fühlt sich einfach nur so an, als ob da nichts wäre. Und das ist wieder mal so unverständlich. Ich kann es einfach nicht so ausdrücken, wie ich es meine. Da ist nichts. Ich meine, durch dieses Sich-Nicht-Ausdrücken-Können, durch dieses Sich-Nicht-Mitteilen-Können fühlt es sich ich autoatisch so an, als gäbe es gar nichts, was ich sagen könnte. Es wäre ich vollkommen emotionslos. Als wäre mir alles vollkommen egal. Alles, meine Beziehung, meine Zukunft. Und vielleicht ist es sogar so. Es ist mir egal, wie oft wir uns sehen. Es ist mir egal, wie es ihm geht. Es ist mir egal, wenn wir tagelang nichts voneinander hören. Es ist mir egal, wie es weitergeht. Wenn es vorbei ist, dann ist es halt vorbei. Es wäre schwer, ja, aber ich würde damit zurechtkommen. Unabhängigkeit ist gut, ja. Aber nicht in dieser Form. Nicht so, dass der andere einem eigentlich ziemlich egal ist.
Aber ist mir das alles wirklich egal?
Nein.

11.8.07 22:59



Lange nichts mehr geschrieben.

Er ist im Urlaub. Bei seiner Familie. Wir schreiben uns jeden Tag. Und ich beginne, ihn schrecklich zu vermissen. Ich versuche, mich irgendwie zu beschäftigen. Fahre ziellos mit dem Auto in der Gegend rum, treffe mich mit Freunden, gehe ins Kino, renoviere ein wenig. Und ich habe Spaß dabei. Ich wünsche mir trotzdem, dass er da wäre.

10.8.07 09:58


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